Dieser Blogartikel ist Teil der Serie Daddy Diaries, in der ich persönliche Geschichten und Erfahrungen als frischgebackener Vater teile. – Pierce
Das erste Mal Vater werden passiert nur einmal. Als wir erfahren haben, dass wir schwanger sind, habe ich mich gefreut – keine Frage. Zugegeben, es ging schneller als erwartet, aber irgendwie war das Ganze trotzdem geplant. Wir lebten noch aus unseren Koffern und zur Zwischenmiete, alles war ein bisschen improvisiert. Ich hatte gerade 11 Jahre im Ausland hinter mir und versuchte, meine Selbstständigkeit in Deutschland auf die Beine zu stellen. Kurzum, unser Leben stand auf wackeligen Beinen, aber das hat uns nicht wirklich davon abgehalten, eine Familie zu gründen. Das meine Vaterschaft schon begonnen hat, war mir zu dem Zeitpunkt aber nicht bewusst.
Es wurde schnell klar, dass ich als werdender Vater absolut unvorbereitet war auf das, was da kommen sollte. Ich hatte kein Buch über Schwangerschaft und Geburt gelesen und keine Freunde, die mir erzählt hätten, wie das alles so abläuft. Mein Plan? Einfach mit dem Flow gehen – irgendwie wird sich das schon alles regeln, dachte ich mir.
Das erste Zeichen meiner völligen Ahnungslosigkeit zeigte sich, als meine Frau plötzlich gestresst war, weil sie keine Hebamme finden konnte.
Hebamme? Wofür braucht man die denn eigentlich? Und warum soll man da so schnell wie möglich eine suchen? Mir war das alles neu. Für meine Frau hingegen war das eine extrem wichtige Sache, und als klar wurde, dass es nicht so einfach war, eine Hebamme zu finden, war sie verständlicherweise gestresst. Ich? Na ja, ich habe ehrlich gesagt nicht viel zur Lösung beigetragen.
Letztendlich hat meine Frau eine Hebamme gefunden, und sie war wieder entspannt. Und darum ging es doch, oder? Dass sie so entspannt wie möglich ist, Stress vermeidet, damit sie eine gute Schwangerschaft hat. Aber das war nur der Anfang. Plötzlich standen alle möglichen Kurse und Vorbereitungen auf dem Plan, und die Frage nach dem Geburtsort kam auf.
Ich dachte, man fährt einfach ins nächste Krankenhaus – fertig.
Aber nee, jetzt hieß es: welches Krankenhaus? Oder vielleicht gar kein Krankenhaus? Das waren Dinge, über die ich schlichtweg nicht nachgedacht hatte.
Dann kamen die Erstausstattungen. Meine Frau wollte alles schnell organisieren, während ich der Meinung war, dass wir das auch später erledigen könnten. Dass vielleicht keine Zeit mehr bleiben würde, wenn das Baby erstmal da ist, war mir nicht so klar.
Dies sind nur ein paar Beispiele meiner Unwissenheit und wie ich als werdender Vater absolut keine Ahnung hatte. Zum Glück war meine Frau sehr gut vorbereitet und hatte sich jahrelang auf diesen Moment vorbereitet. Sie hatte auch genug Geduld mit mir und schleppte mich in diverse Vorbereitungskurse – von Erste-Hilfe für Babys über einen Tragekurs bis hin zu einem Windelfrei-Kurs. Sie hat wirklich versucht, mich für diese Themen zu begeistern. Ich habe auch viel gelernt, aber es war nicht immer leicht, den Rat meiner Frau ernst zu nehmen. Anfangs war ich oft eher desinteressiert, und erst rückblickend habe ich den Wert dieser Vorbereitung erkannt. Aus dieser Erfahrung entstand schließlich die Idee für Daddy2Be.
Ich dachte mir: Wie würde ich mich am liebsten aufs Vater werden vorbereiten? Was wäre ideal für mich?
Die Antwort war klar: Am besten wie eine Netflix-Doku Serie, die man gemütlich auf der Couch schaut. Mit Unterhaltung, Emotionen und dem nötigen Fachwissen.
Zwei Jahre später und ich bin stolz auf das, was wir geschaffen haben. Meine Frau hat mich nicht nur bei der Produktion von Daddy unterstützt, sondern auch ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen in den Kurs eingebracht.
Mein Fazit aus der ganzen Sache? Vater werden ist eine Reise, auf der wir viel lernen müssen. Wir werdenden Väter sehen oft nicht die Dringlichkeit in der Vorbereitung. Wir denken weniger voraus und versuchen, die Probleme zu lösen, wenn sie auftreten. Aber meine Erfahrung zeigt, dass Vorbereitung absolut wichtig ist, wenn es um das Eltern werden geht. Sie legt den Grundstein für den Start ins Familienleben. Und jeder, der eine Familie hat, weiß, wie viel das von uns abverlangt. Eine gute Vorbereitung als Paar ist daher ein essenzieller Survival-Tipp, den ich jedem neuen Elternpaar ans Herz legen möchte.
Wenn du nicht die gleichen Fehler machen möchtest wie ich, dann schnapp dir deine Partnerin und schaut euch gemeinsam Daddy an. Unsere Serie gibt euch alles, was ihr wissen müsst – entspannt, unterhaltsam und voller praktischer Tipps. Macht es euch auf der Couch gemütlich und startet zusammen bestens vorbereitet ins Abenteuer Elternsein!



